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Ratgeber · 13. Mai 2026

Photovoltaik: Kosten, Einspeisevergütung und wann sie sich lohnt

Von Robert Pupel Geschäftsführung Renergion
Photovoltaik-Module auf dem Ziegeldach eines Einfamilienhauses

Eine Photovoltaik-Anlage kostet 2026 schlüsselfertig grob 1.300 bis 1.800 Euro pro Kilowattpeak (kWp) ohne Speicher, mit Batteriespeicher eher 1.800 bis 2.500 Euro pro kWp. Auf private Wohngebäude-Anlagen fällt seit 2023 keine Umsatzsteuer an. Für eingespeisten Strom gibt es aktuell rund 7,8 Cent pro Kilowattstunde. Der eigentliche Hebel für die Wirtschaftlichkeit ist aber nicht die Einspeisung, sondern der Eigenverbrauch. Dieser Ratgeber zeigt die Kosten, die aktuelle Vergütung und rechnet die Amortisation ehrlich vor.

Was kostet eine PV-Anlage 2026?

Konfiguration Preis pro kWp Beispiel 10 kWp
Ohne Speicher, schlüsselfertig 1.300-1.800 Euro rund 13.500-17.500 Euro
Mit Batteriespeicher (rund 10 kWh) 1.800-2.500 Euro rund 18.000-23.500 Euro

Grobe Richtwerte für ein Einfamilienhaus, brutto, Stand 2026, regional und je nach Dach unterschiedlich. Der Preis umfasst Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Verkabelung, Montage und Netzanmeldung. Kleinere Anlagen sind pro kWp meist teurer als große. Quellen: Fraunhofer ISE und Fachportale, abgerufen im Juli 2026.

Ein wichtiger Vorteil seit 2023: Auf Kauf und Installation privater Anlagen auf oder an Wohngebäuden gilt ein Umsatzsteuersatz von 0 Prozent. Die oben genannten Bruttopreise enthalten also keine Mehrwertsteuer mehr. Eine gesonderte Zuschussförderung wie bei Heizung oder Dämmung gibt es für Photovoltaik dagegen nicht: keine BAFA- und keine KfW-Zuschüsse. Wer eine Finanzierung braucht, kann den zinsgünstigen KfW-Kredit 270 nutzen, das ist aber ein Kredit, kein geschenkter Zuschuss.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung?

Für Strom, den Sie ins Netz einspeisen, zahlt der Netzbetreiber eine feste Vergütung. Für kleine Anlagen bis 10 kWp mit Teileinspeisung, also dem Normalfall im Eigenheim, sind es im Zeitraum vom 1. Februar bis 31. Juli 2026 rund 7,78 Cent pro Kilowattstunde. Die Bundesnetzagentur senkt die Vergütung halbjährlich um etwa 1 Prozent: Zum 1. August 2026 sinkt sie auf etwa 7,71 Cent. Wichtig: Der Satz, der bei Inbetriebnahme gilt, wird für das Inbetriebnahmejahr plus 20 weitere Jahre garantiert. Spätere Absenkungen betreffen nur neue Anlagen. Wer früher startet, sichert sich also einen um Nuancen höheren Satz für zwei Jahrzehnte.

Der eigentliche Hebel: Eigenverbrauch

Rechnen Sie nicht mit der Einspeisung reich. Der große Vorteil liegt im Eigenverbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom. Und der kostet mit rund 30 bis 35 Cent pro Kilowattstunde ein Vielfaches der 7,8 Cent Einspeisevergütung. Anders gesagt: Solarstrom selbst zu verbrauchen ist rund viermal so wertvoll wie ihn zu verkaufen. Deshalb lohnt es sich, den Eigenverbrauch zu erhöhen, etwa durch eine Wärmepumpe mit Photovoltaik, ein Elektroauto oder einen Batteriespeicher, der Sonnenstrom vom Tag in den Abend verschiebt.

Rechnet sich das? Eine ehrliche Beispielrechnung

Nehmen wir eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher für rund 15.000 Euro. Am Bodensee und in Süddeutschland sind grob 1.000 Kilowattstunden pro kWp und Jahr realistisch, also etwa 10.000 Kilowattstunden Ertrag. Ohne Speicher verbraucht ein typischer Haushalt rund 30 Prozent davon selbst:

  • Eigenverbrauch: etwa 3.000 Kilowattstunden ersetzen Netzstrom zu 33 Cent, das sind rund 990 Euro Ersparnis pro Jahr.

  • Einspeisung: etwa 7.000 Kilowattstunden bringen bei 7,8 Cent rund 546 Euro pro Jahr.

  • Zusammen: rund 1.500 Euro pro Jahr. Bei 15.000 Euro Investition ergibt das eine Amortisation von grob zehn bis dreizehn Jahren, wenn man Betriebskosten und leichte Alterung einrechnet.

Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch deutlich, kostet aber auch mehr und verlängert die Amortisation oft eher, als sie zu verkürzen. Ob er sich lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsprofil ab. Die technischen Bausteine einer Anlage finden Sie auf unserer Seite zu Photovoltaik-Anlagen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaik-Anlage 2026?
Schlüsselfertig grob 1.300 bis 1.800 Euro pro kWp ohne Speicher, mit Batteriespeicher eher 1.800 bis 2.500 Euro pro kWp. Eine 10-kWp-Anlage kostet ohne Speicher rund 13.500 bis 17.500 Euro brutto, mit einem 10-kWh-Speicher rund 18.000 bis 23.500 Euro. Das sind grobe Richtwerte, regional unterschiedlich. Seit 2023 fällt keine Umsatzsteuer an.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Für kleine Anlagen bis 10 kWp mit Teileinspeisung rund 7,78 Cent pro Kilowattstunde im Zeitraum Februar bis Juli 2026. Zum 1. August 2026 sinkt der Satz auf etwa 7,71 Cent. Die Bundesnetzagentur senkt die Vergütung halbjährlich um rund 1 Prozent. Der bei Inbetriebnahme geltende Satz ist für das Inbetriebnahmejahr plus 20 weitere Jahre garantiert.
Gibt es Zuschüsse für Photovoltaik?
Nein, eine Zuschussförderung wie bei Heizung oder Dämmung gibt es für Photovoltaik nicht. Die staatliche Unterstützung läuft über die Einspeisevergütung und den Umsatzsteuersatz von 0 Prozent seit 2023. Für die Finanzierung steht der zinsgünstige KfW-Kredit 270 zur Verfügung, das ist aber ein Kredit, kein Zuschuss.
Wann lohnt sich eine PV-Anlage?
Vor allem über den Eigenverbrauch. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart teuren Netzstrom von 30 bis 35 Cent, während die Einspeisung nur rund 7,8 Cent bringt. Je höher der Eigenverbrauch, etwa durch Wärmepumpe oder Elektroauto, desto schneller amortisiert sich die Anlage. Typisch sind rund zehn bis dreizehn Jahre ohne Speicher.

Quellen: prüfen Sie unsere Zahlen nach

Die Einspeisevergütung stammt von der Bundesnetzagentur, die Kostenspannen von Fraunhofer ISE und Fachportalen (abgerufen im Juli 2026). Die Beispielrechnung ist ein grober Richtwert und hängt von Standort, Dach und Verbrauch ab. Verlassen Sie sich nicht auf uns: Prüfen Sie die Angaben gern selbst nach.