Alte Fenster sind oft die kältesten Flächen der Gebäudehülle: Einfachglas hat einen U-Wert um 5 W/(m²K), moderne Fenster liegen bei 0,8 bis 1,0. Der Austausch verbessert Wärmeschutz und Wohnkomfort spürbar und beseitigt Zugluft. Für die BAFA-Förderung muss das neue Fenster einen Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) erreichen. Der Zuschuss beträgt 15 Prozent, mit Sanierungsfahrplan steigt der Kostendeckel auf 60.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr. Wichtig: Dichte Fenster verändern das Raumklima, richtiges Lüften wird danach zur Pflicht.
Das Wichtigste in Kürze
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Neue Fenster senken den Wärmeverlust und beseitigen Zugluft und kalte Scheiben.
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Für die Förderung ist der Uw-Wert des ganzen Fensters entscheidend: maximal 0,95 W/(m²K), nicht nur der Glaswert.
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Ein Standard-Kunststofffenster mit Dreifachverglasung kostet inkl. Einbau grob 450 bis 800 Euro, Holz oder Holz-Alu mehr.
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Nach dem Tausch wird das Haus dichter: Ohne bewusstes Lüften steigt das Schimmelrisiko.
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BAFA-Zuschuss: 15 Prozent. Antrag immer vor der Beauftragung stellen. Rollladenkästen mitdenken.
Warum lohnt sich der Fensteraustausch?
Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme eine Fläche durchlässt: Je niedriger, desto besser die Dämmung. Alte Einfachglasfenster liegen bei rund 5 W/(m²K), noch verbreitete Isolierglasfenster aus den 1980er-Jahren bei etwa 2,7. Moderne Fenster erreichen 0,8 bis 1,0. Der Austausch verringert also den Wärmeverlust deutlich, hält die Scheibe innen warm und verhindert die kalte Zugluft, die von alten Fenstern ausgeht.
Ein Hinweis zur Reihenfolge: Nach einem Fenstertausch sind die Fenster oft besser gedämmt als die umgebende Wand. Dann verlagert sich der kälteste Punkt im Raum von der Scheibe an die Außenwand, wo sich eher Feuchte niederschlägt. Deshalb sollte der Fenstertausch mit der Fassadendämmung zusammen gedacht werden.
2-fach oder 3-fach verglasen?
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Zweifachverglasung: Heute der Mindeststandard. Gute Modelle erreichen die geforderten U-Werte und erfüllen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes beim Fenstertausch. Etwas günstiger in der Anschaffung.
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Dreifachverglasung: Der aktuelle Neubaustandard und bei Sanierungen die sichere Wahl für die Förderung. Sie ist rund 10 bis 15 Prozent teurer als Zweifachglas, dämmt aber besser und reduziert kalte Scheiben. Wichtig ist eine gut gedämmte Außenwand, sonst verschiebt sich der kälteste Punkt in die Wand.
Welcher U-Wert ist für die Förderung nötig?
Für die BAFA-Förderung muss das neue Fenster einen Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) erreichen. Entscheidend ist der U-Wert des gesamten Fensters (Uw), nicht nur der der Verglasung (Ug). Achten Sie darauf, dass in Angebot und Auftrag ausdrücklich der Uw-Wert steht, sonst riskieren Sie eine Ablehnung. Für bestimmte Sonderfälle wie Dachflächenfenster oder Denkmalschutz gelten abweichende Werte; das prüft der Energie-Effizienz-Experte im Einzelfall.
Was kostet ein Fensteraustausch?
| Fenstertyp (Standardfenster ca. 1,3 x 1,3 m) | Kosten pro Fenster (inkl. Einbau) |
|---|---|
| Kunststoff, Zweifachverglasung | 350 bis 600 Euro |
| Kunststoff, Dreifachverglasung | 450 bis 800 Euro |
| Holz oder Holz-Alu, Dreifachverglasung | 700 bis 1.200 Euro |
| Montage und Altfenster-Entsorgung je Fenster | 100 bis 250 Euro |
Grobe Richtwerte inkl. Einbau für ein Standardfenster von etwa 1,3 x 1,3 m; für Dreifachverglasung entspricht das rund 275 bis 350 Euro pro m² Fensterfläche. Sondergrößen, Sprossen und bodentiefe Elemente kosten mehr. Quellen: energie-fachberater.de und effizienzhaus-online.de, Stand Juli 2026.
Lüften und Rollladenkästen mitdenken
Neue Fenster schließen sehr dicht. Das ist gewollt, hat aber eine Folge: Feuchte Raumluft entweicht nicht mehr durch Ritzen, sondern bleibt im Haus. Ohne bewusstes Stoß- und Querlüften steigt die Luftfeuchte und damit das Schimmelrisiko, gerade in Schlafzimmern und Bädern. Planen Sie das von Anfang an ein, entweder mit einem festen Lüftungsrhythmus oder, bei sehr dichten Häusern, mit einer Lüftungsanlage.
Ein häufig übersehener Schwachpunkt sind die Rollladenkästen über den Fenstern. Sie sind oft ungedämmt und werden zur Wärmebrücke, sobald die Fenster selbst dicht sind. Lassen Sie die Kästen beim Austausch mitdämmen oder gegen gedämmte Modelle tauschen, sonst geht ein Teil des Gewinns wieder verloren.
Welche Förderung gibt es?
Fenster zählen zur Gebäudehülle und werden über die BAFA-Förderung für effiziente Gebäude bezuschusst: 15 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr. Mit individuellem Sanierungsfahrplan steigt der Deckel auf 60.000 Euro. Der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten gilt für Anträge ab dem 21. Juli 2026 nur noch ab einem förderfähigen Investitionsvolumen von 30.000 Euro und nur auf den Kostenanteil darüber; maximal sind so 10.500 Euro Zuschuss pro Jahr möglich. Mindestinvestition 300 Euro brutto. Bedingung ist der Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K).
So läuft der Fensteraustausch ab
1. Unabhängige Beratung. Eine Energieberatung ordnet den Fenstertausch in die Gesamtsanierung ein und klärt, ob sich ein Sanierungsfahrplan lohnt. So vermeiden Sie, dass die Fenster besser dämmen als die Wand.
2. Aufmaß und Angebote. Ein Fachbetrieb misst auf und erstellt das Angebot. Achten Sie darauf, dass Uw-Wert, Verglasung und die Dämmung der Rollladenkästen ausdrücklich aufgeführt sind.
3. Förderantrag stellen. Erst den Antrag beim BAFA einreichen, dann beauftragen. Der Energie-Effizienz-Experte bestätigt die technischen Anforderungen.
4. Einbau. Alte Fenster raus, neue fachgerecht und luftdicht einbauen (Innenabdichtung, Außenabdichtung). Der luftdichte Anschluss an die Wand ist entscheidend für die Wirkung.
5. Nachweis und Auszahlung. Nach Abschluss reichen Sie Rechnungen und Fachnachweis ein, der Zuschuss wird ausgezahlt. Danach: an das neue Lüften denken.
Häufige Fehler
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Im Angebot steht nur der Glas-U-Wert (Ug) statt des Fenster-U-Werts (Uw). Für die Förderung zählt allein der Uw-Wert von höchstens 0,95.
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Die Rollladenkästen bleiben ungedämmt und werden zur Wärmebrücke, an der sich Feuchte sammelt.
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Nach dem Tausch wird weiter wie früher gelüftet. Die dichteren Fenster erhöhen ohne bewusstes Lüften das Schimmelrisiko.
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Neue Fenster in eine ungedämmte Wand einbauen, ohne die Reihenfolge zu bedenken. Der kälteste Punkt wandert dann in die Außenwand.
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Erst den Handwerker beauftragen und danach die Förderung beantragen. Das kostet den gesamten Zuschuss.
Häufige Fragen zum Fensteraustausch
- Was kostet ein Fensteraustausch pro Fenster?
- Für ein Standard-Kunststofffenster mit Dreifachverglasung sollten Sie inklusive Einbau grob 450 bis 800 Euro einplanen, Zweifachverglasung etwas weniger, Holz oder Holz-Alu mehr. Dazu kommen Montage und Entsorgung des Altfensters mit rund 100 bis 250 Euro. Das sind grobe Richtwerte für ein Fenster von etwa 1,3 x 1,3 m.
- Welchen U-Wert brauchen neue Fenster für die Förderung?
- Für die BAFA-Förderung muss das gesamte Fenster einen Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) erreichen. Entscheidend ist der Uw-Wert des ganzen Fensters, nicht der Ug-Wert der Verglasung allein. Achten Sie darauf, dass der Uw-Wert im Angebot und Auftrag ausgewiesen ist.
- Zweifach- oder Dreifachverglasung, was ist besser?
- Zweifachverglasung ist der heutige Mindeststandard und erfüllt die Anforderungen beim Fenstertausch. Dreifachverglasung dämmt besser und ist rund 10 bis 15 Prozent teurer. Sie lohnt sich vor allem, wenn auch die Außenwand gut gedämmt ist, sonst verschiebt sich der kälteste Punkt in die Wand.
- Bekomme ich nach dem Fenstertausch eher Schimmel?
- Das Risiko steigt, wenn Sie das Lüften nicht anpassen. Neue Fenster schließen sehr dicht, feuchte Luft entweicht nicht mehr durch Ritzen. Mit regelmäßigem Stoß- und Querlüften oder einer Lüftungsanlage lässt sich das sicher vermeiden. Wichtig ist auch, die Rollladenkästen mitzudämmen.
- Wie hoch ist die Förderung für neue Fenster 2026?
- Das BAFA fördert den Fenstertausch mit 15 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr. Mit individuellem Sanierungsfahrplan steigt der Deckel auf 60.000 Euro; der 5-Prozent-Bonus gilt für Anträge ab dem 21. Juli 2026 nur auf den Kostenanteil über 30.000 Euro. Voraussetzung ist ein Uw-Wert von höchstens 0,95 und ein Antrag vor Vorhabensbeginn.
Quellen: prüfen Sie unsere Zahlen nach
Die Förderzahlen und der geforderte Uw-Wert stammen von der offiziellen BAFA-Programmseite (Stand Juli 2026, Konditionen für Anträge ab dem 21. Juli 2026), die Kostenwerte von unabhängigen Verbraucherportalen. Weiterführend: Fenster tauschen: Kosten und Nutzen im Detail und die ergänzende Fassadendämmung. Prüfen Sie die Bedingungen gern selbst nach.
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BAFA: Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden: Fördersätze, Deckel und der geforderte Uw-Wert für Fenster.
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energie-fachberater.de: Kosten für neue Fenster: Richtwerte je Fenstertyp und Verglasung.