Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) wandelt Sonnenlicht in Strom um, den Sie selbst nutzen oder ins Netz einspeisen. In Süddeutschland liefert jedes Kilowatt Leistung (kWp) rund 950 bis 1.050 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Anders als Dämmung oder Heizungstausch wird PV nicht über BAFA oder die KfW-Heizungsförderung bezuschusst; die Förderung besteht aus 0 Prozent Mehrwertsteuer, der Einspeisevergütung und bei Bedarf einem zinsgünstigen Kredit. Diese Seite gibt den Überblick, mehr Details im Ratgeber Photovoltaik-Kosten.
Das Wichtigste in Kürze
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Eine PV-Anlage wandelt Sonnenlicht in Strom; ihre Leistung wird in Kilowattpeak (kWp) angegeben.
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In der sonnenreichen Bodenseeregion liefert ein kWp rund 950 bis 1.050 Kilowattstunden pro Jahr.
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Eine typische Anlage von 10 kWp kostet ohne Speicher grob 10.000 bis 16.000 Euro, mit Speicher etwa 16.000 bis 23.000 Euro.
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Den größten wirtschaftlichen Vorteil bringt der Eigenverbrauch: selbst genutzter Strom ist deutlich mehr wert als eingespeister.
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PV bekommt keinen BAFA- oder KfW-Zuschuss; es gilt 0 Prozent Mehrwertsteuer, dazu Einspeisevergütung und bei Bedarf ein KfW-Kredit.
Was leistet eine PV-Anlage?
Die Leistung einer PV-Anlage wird in Kilowattpeak (kWp) gemessen, also der Leistung unter genormten Testbedingungen. Als Faustregel braucht ein kWp etwa 5 bis 7 Quadratmeter Dachfläche. Wie viel Strom die Anlage tatsächlich liefert, hängt von Ausrichtung, Dachneigung, Verschattung und Standort ab. In Süddeutschland und am Bodensee sind rund 950 bis 1.050 Kilowattstunden je kWp und Jahr realistisch; eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit grob 9.500 bis 10.500 Kilowattstunden im Jahr.
Eigenverbrauch oder Einspeisung?
Ihr Solarstrom ist am wertvollsten, wenn Sie ihn selbst verbrauchen: Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom. Was Sie nicht verbrauchen, speisen Sie ins öffentliche Netz ein und erhalten dafür die Einspeisevergütung. Weil der Eigenverbrauch mehr bringt als die Einspeisung, lohnt es sich, den Stromverbrauch in die Sonnenstunden zu verlegen, etwa mit einer Wärmepumpe, einem Batteriespeicher oder einer Wallbox fürs E-Auto.
Was kostet eine PV-Anlage?
| Anlage | Kosten inkl. Montage |
|---|---|
| Preis pro kWp (schlüsselfertig) | 1.200 bis 1.800 Euro |
| 10-kWp-Anlage ohne Speicher | 10.000 bis 16.000 Euro |
| 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher | 16.000 bis 23.000 Euro |
Grobe Richtwerte für ein Einfamilienhaus, schlüsselfertig inklusive Montage; regional und je nach Dach unterschiedlich. Es gilt 0 Prozent Mehrwertsteuer, die Preise verstehen sich also brutto wie netto. Quellen: Fraunhofer ISE und Branchenangaben, Stand Juli 2026.
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch, verlängert aber auch die Zeit, bis sich die Anlage rechnet. Ob sich ein Speicher für Ihren Verbrauch lohnt, ist eine Frage der Berechnung, nicht des Bauchgefühls.
Wie viel bringt die Einspeisung?
Für neue Anlagen bis 10 kWp, die zwischen Februar und Juli 2026 in Betrieb gehen, zahlt der Staat rund 7,8 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung (Sie verbrauchen also selbst mit) und rund 12,3 Cent bei Volleinspeisung. Die Vergütung ist ab Inbetriebnahme 20 Jahre lang garantiert. Sie sinkt für neue Anlagen halbjährlich; die nächste Absenkung erfolgt am 1. August 2026. Voraussetzung ist die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.
Welche Förderung gibt es?
Wichtig zur Einordnung: Photovoltaik wird nicht über die BAFA-Förderung für die Gebäudehülle oder die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) bezuschusst. Wer für eine PV-Anlage einen Prozent-Zuschuss vom BAFA verspricht, verwechselt sie mit Dämmung oder Heizung. Die Förderung von PV besteht aus drei Bausteinen: null Prozent Mehrwertsteuer beim Kauf, der Einspeisevergütung für den ins Netz gegebenen Strom und, wenn Sie finanzieren möchten, einem zinsgünstigen KfW-Kredit.
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0 Prozent Mehrwertsteuer: Auf Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden fällt seit 2023 keine Mehrwertsteuer an (§ 12 Abs. 3 Umsatzsteuergesetz). Das senkt den Preis direkt um die früheren 19 Prozent.
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Einspeisevergütung: feste Vergütung je eingespeister Kilowattstunde, 20 Jahre garantiert (siehe oben).
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KfW-Kredit 270: zinsgünstiger Förderkredit für PV-Anlagen und Speicher, bis zu 100 Prozent der Kosten. Das ist ein Kredit über Ihre Hausbank, kein Zuschuss; er wird vor Vertragsschluss beantragt.
So läuft die Maßnahme ab
1. Unabhängige Beratung. Eine Energieberatung ordnet PV in die Gesamtsanierung ein: Was bringt Ihrem Haus am meisten, und in welcher Reihenfolge? Oft ist die Kombination aus Dach, Wärmepumpe und PV sinnvoller als eine Einzelmaßnahme.
2. Dach und Verbrauch prüfen. Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Ihr Stromverbrauch bestimmen die sinnvolle Anlagengröße und ob sich ein Speicher lohnt.
3. Angebote einholen und vergleichen. Holen Sie mehrere Angebote ein und achten Sie auf vollständige Leistung, nicht nur auf den Modulpreis.
4. Anmeldung und Inbetriebnahme. Die Anlage wird beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert; erst dann fließt die Einspeisevergütung.
Häufige Fehler
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Die Anlage wird auf maximale Einspeisung statt auf hohen Eigenverbrauch ausgelegt, obwohl der Eigenverbrauch mehr bringt.
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Ein Speicher wird gekauft, ohne zu rechnen, ob er sich beim eigenen Verbrauch überhaupt lohnt.
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Man erwartet einen BAFA-Zuschuss, den es für PV nicht gibt, und plant die Finanzierung falsch.
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Die Registrierung im Marktstammdatenregister wird vergessen, wodurch die Einspeisevergütung entfällt.
Häufige Fragen zur Photovoltaik
- Was kostet eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus?
- Eine typische Anlage von 10 kWp kostet schlüsselfertig grob 10.000 bis 16.000 Euro ohne Speicher und etwa 16.000 bis 23.000 Euro mit einem 10-kWh-Speicher. Das sind Richtwerte; die tatsächlichen Kosten hängen von Dach, Anlagengröße und Montageaufwand ab. Es fällt keine Mehrwertsteuer an.
- Wie viel Strom liefert eine PV-Anlage?
- In Süddeutschland und am Bodensee liefert ein Kilowattpeak (kWp) rund 950 bis 1.050 Kilowattstunden pro Jahr. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit grob 9.500 bis 10.500 Kilowattstunden im Jahr, abhängig von Ausrichtung, Dachneigung und Verschattung.
- Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
- Für neue Anlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme zwischen Februar und Juli 2026 liegt die Vergütung bei rund 7,8 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung und rund 12,3 Cent bei Volleinspeisung. Sie ist ab Inbetriebnahme 20 Jahre garantiert und sinkt für neue Anlagen halbjährlich, das nächste Mal am 1. August 2026.
- Gibt es einen BAFA-Zuschuss für Photovoltaik?
- Nein. PV-Anlagen werden nicht über die BAFA-Gebäudehüllenförderung oder die KfW-Heizungsförderung bezuschusst. Die Förderung besteht aus 0 Prozent Mehrwertsteuer beim Kauf, der Einspeisevergütung und dem zinsgünstigen KfW-Kredit 270 für die Finanzierung.
- Lohnt sich Photovoltaik zusammen mit einer Wärmepumpe?
- Häufig ja: Der eigene Solarstrom treibt die Wärmepumpe mit an und senkt so die Heizkosten weiter. Beide Maßnahmen werden getrennt behandelt, die Wärmepumpe wird über die KfW gefördert, die PV-Anlage nicht. Ob und in welcher Reihenfolge sich die Kombination für Ihr Haus rechnet, klärt die Beratung.
Quellen: prüfen Sie unsere Zahlen nach
Die Vergütungssätze stammen von der Bundesnetzagentur, die Kostenangaben aus seriösen Branchenquellen, die Steuerregel aus dem Umsatzsteuergesetz. Verlassen Sie sich nicht auf uns: Prüfen Sie die Zahlen gern selbst nach.
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Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und Einspeisevergütung: die offiziellen, halbjährlich aktualisierten Vergütungssätze.
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Umsatzsteuergesetz § 12: der Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden.
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KfW: Erneuerbare Energien Standard (270): der zinsgünstige Kredit für PV-Anlagen und Speicher.